Alles okay Beckenboden??

Alles okay Beckenboden??

Hände hoch: Wer hat sich vor seiner Schwangerschaft schon einmal mit seinem Beckenboden beschäftigt? Wahrscheinlich die wenigsten von uns! Obwohl diese Muskelschichten eine große Rolle in unserem Körper spielen, schenken wir ihnen eigentlich nur Aufmerksamkeit, wenn sie Probleme bereiten. Anders als ein knackiger Po ist ein starker Beckenboden ja erstmal auch kein klassisches Schönheitsmerkmal. Das könnte auch ein Grund dafür sein, warum wir ihm vor einer Schwangerschaft eigentlich selten Beachtung schenken. 

Eine Schwangerschaft ist eine große Herausforderung für den Beckenboden. Zum einen lockern Hormone wie Relaxin und Östrogen alle Muskeln im Körper, auch die des Beckenbodens. Dann drückt das Baby auf die Blase und damit auf den Beckenboden. Außerdem werden die Muskeln während einer vaginalen Geburt noch einmal ordentlich strapaziert. Doch woher weiß man nun wie es nach der Schwangerschaft um den Beckenboden steht? Was sind Warnhinweise, die auf eine Schwäche des Beckenbodens hindeuten?

1. Gefährliches Niesen

Was hat denn nun die Nase mit dem Beckenboden zu tun? Nase und Beckenboden sind natürlich erstmal nicht direkt verbunden. Aber genau wie bei kräftigem Lachen, entsteht beim Niesen kurzfristig und plötzlich ein größerer Druck im Bauchraum. Normalerweise sollte der Beckenboden mit dafür sorgen, dass wir in so einem Moment keinen Urin verlieren. Ist der Beckenboden aber geschwächt, kann es sein, dass man bei diesem inneren Druck Urin verliert. Genau so kann hüpfen oder Fahrstuhl fahren zur Herausforderung werden, weil hier auch Kräfte auf die Blase wirken.

2. Bitte nicht drücken!

Bei einem schwachen Beckenboden kann es sein, dass man nicht nur durch inneren Druck auf die Blase, sondern auch durch äußeren Druck Urin verliert. Wenn man beispielsweise, dass Kind in einer Tragehilfe vor sich trägt oder einem jemand bei voller Blase die Hand auf den Bauch lägt. Den meisten Frauen ist dieses Problem verständlicherweise sehr unangenehm. Wichtig ist zu wissen, dass fast jede Frau nach der Schwangerschaft einen schwachen Beckenboden hat. Sollte sich dies mit normalen Rückbildungsmaßnahmen nicht verbessern, kann die Frauenärztin auch Physiotherapie verschreiben.

3. Es kribbelt

Auch wenn man keinen Urin verliert, kann es sein, dass der Beckenboden geschwächt ist. Manche Frauen berichten davon, dass es sich anfühlt als wäre der Beckenboden eingeschlafen. Das kann auf eine fehlende Durchblutung und eine Muskelschwäche hindeuten.

4. Schmerzen

Schmerzen sind ein Warnzeichen des Körpers. Ist der Beckenboden geschwächt kann es sein, dass der Körper dies durch Schmerzen zeigt. Das können zum einen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sein. Es können aber auch Schmerzen im unteren Rücken auftreten, weil die Muskulatur dort die fehlende Stabilität des Beckenbodens versucht auszugleichen. Treten Schmerzen auf ist es wichtig den Arzt oder die Hebamme zu kontaktieren, um die genaue Ursache zu finden.

Hilfe für dich:

Solltest du nun feststellen, dass dein Beckenboden nicht mehr so stabil ist wie vor der Schwangerschaft, können wir dir unseren Rückbildungskurs ans Herz legen. Damit kannst du nicht nur deinen Beckenboden stärken, sondern auch eine Rectus Diastase schließen. Einen Vorgeschmack mit richtig guten Übungen findest du hier bei uns auf Youtube.