Die richtige Position

Es ist so weit. Bald hältst du dein Baby in den Armen. Die nächsten Stunden werden unfassbar anstrengend und gleichzeitig wunderschön. In Filmen dauert eine klassische Geburt um die drei Minuten und die werdende Mutter liegt auf dem Rücken, während ihre Beine gehalten werden. Doch die wenigsten Geburten dauern nur drei Minuten an und auch nicht jede Frau entbindet klassisch auf dem Rücken liegend. Doch welche Geburtsposition ist die Beste? Drei Punkte solltest du dabei bedenken:

1. Du musst dich wohl fühlen. Es bringt nichts, wenn es die „ideale“ Geburtsposition ist und dir dabei aber die ganze Zeit die Handgelenke weh tun oder du dir viel zu entblößt vorkommst. Höre einfach während der Geburt auf deinen Körper und wenn eine Position für dich unbequem wird, kannst du auch deine Hebamme nach einer Empfehlung fragen.

2. Arbeite mit der Schwerkraft. Wenn du dich gar nicht an diesen Hinweis halten willst, könntest du versuchen dein Baby im Kopfstand zur Welt zu bringen. Klingt schon nicht so empfehlenswert, oder? Daher besser mit der Schwerkraft arbeiten. Das heißt im Liegen ist es schwerer ein Kind zur Welt zu bringen als im Stehen oder im Hocken.

3. Öffne dein Becken. Das Gegenteil davon wäre, deine Beine zu überkreuzen. Könnte die Geburt etwas erschweren, oder? Für manche Frauen ist es daher angenehm in der Hocke oder auf einem Geburtshocker zu entbinden.

So nun weißt du wonach du die verschiedenen Geburtspositionen bewerten kannst. Jetzt wollen wir dir eine kleine Auswahl vorstellen. Letztendlich ist der von uns als erstes genannte Punkt der wichtigste. Hauptsache du fühlst dich so wohl, wie du während der Geburt kannst.

1. Der Klassiker

Auf dem Rücken liegend und die Hebammen halten deine Beine. Häufig während den Presswehen genutzt. Dies ist für die Ärztin und die Hebammen sehr praktisch, da sie alles gut im Blick behalten können, ohne halb auf dem Boden zu liegen. Das wars aber schon an Vorteilen. Die Schwerkraft kann nicht mithelfen und das Becken wird nur sehr indirekt durch die Hebammen geöffnet. Trotzdem kann diese Position manchmal notwendig sein, wenn die Ärztin dein Kind besonders gut im Blick haben muss, weil von außen vielleicht mitgeholfen werden muss.

2. Die Hocke

In der Hocke zu gebären vereint zwei Vorteile. Zum einen arbeitest du mit der Schwerkraft und zum anderen wird dein Becken maximal geöffnet. Also ideal für jede Frau? Nein. Selbst wenn man nicht schwanger ist, empfinden viele es als anstrengend über einen längeren Zeitraum zu hocken. Mit einem großen Bauch wird es nicht leichter sich über längere Zeit in der Hocke zu halten. Um dir die Hocke zu erleichtern, kannst du auf einem Gebärhocker platznehmen oder dich von der Hebamme stützen lassen. Über mehrere Stunden in der Hocke zu bleiben, ist aber dennoch häufig sehr anstrengend. Dein Körper wird dir sagen, wann du eine andere Position einnehmen solltest.

3. Im Stehen

Für manche Frauen ist es angenehm Teile der Geburt im Stehen zu verbringen. Die Schwerkraft kann mithelfen und du fühlst dich selbstbestimmt. Häufig gehen Frauen viel am Anfang der Geburt und das Stehen selbst ist eher etwas für die weiter fortgeschrittene Geburt. Manchmal hilft es deinen Oberkörper dabei auf das hochgestellte Bett zu legen oder dich an deinem Partner abzustützen.