Flasche oder Stillen?!

Stillen oder Flasche? Was ist besser? Wann ist man eine gute Mama? Das ist ein Thema, mit dem sich jede Mama irgendwann beschäftigt. Für manche steht es schon während der Schwangerschaft fest und manchmal ergibt es sich auch erst, wenn das Baby schon auf der Welt ist. Wir sagen: Hauptsache dein Baby bekommt Nahrung und du fühlst dich wohl. Doch welche Möglichkeiten hast du? Und was kannst du machen, wenn es nicht zu klappen scheint? Gibt es auch Fehler, die du vermeiden solltest?

1. Stillen

Stillen kann etwas Wundervolles sein. Wenn Mama und Baby sich wohlfühlen, ist es super praktisch. Die Milch hat immer die richtige Temperatur, du musst nichts abwaschen und du musst kein Geld für Milchpulver ausgeben. Muttermilch ist für dein Baby sehr gesund, so lange du nicht Alkohol trinkst oder bestimme Medikamente nimmst. Leg dein Baby so oft an wie es möchte. Das du einen Abstand von drei Stunden zwischen den Mahlzeiten lassen musst, ist mittlerweile veraltet. Wusstest du, dass beim Stillen Hormone freigesetzt werden, die dich die kurzen Nächte besser ertragen lassen? Klingt erstmal ganz wundervoll. Stillen kann aber auch schmerzhaft, anstrengend und unangenehm sein. Was kannst du also tun wenn du gern stillen würdest und es nicht klappt wie vorgestellt?

Tipp: Wende dich zunächst an deine Hebamme. Sie kann dir zeigen wie du dein Baby richtig anlegen kannst. Falls deine Hebamme dir nicht weiterhelfen kann, kannst du dir auch eine Stillberaterin suchen. Diese sind Profis auf dem Gebiet des Stillens und können dir bei jeglichen Problemen zu dem Thema helfen.

2. Milchpulver

Du möchtest oder kannst nicht stillen? Dann wird dein Baby Milchpulver bekommen. Welche Flaschen oder Pulver Marke du nimmst, ist eine wichtige Entscheidung, die du nun treffen musst. Die Milchpulver Marke solltest du nicht zu oft wechseln, da dein Baby sonst Bauchschmerzen bekommen kann. Falls du dich bei einer unabhängigen Stelle über verschiedene Milchpulver informieren willst können wir dir die Artikel der Stiftung Warentest empfehlen. Dort werden die Milchpulver der verschiedenen Firmen regelmäßig getestet. Welche Flasche du nimmst ist einmal deine persönliche Vorliebe und auch eine Entscheidung deines Babys. Manche Babys trinken aus fast jeder Flasche, während andere sehr wählerisch sind. Kaufe also vielleicht nicht gleich das XXL Sparset mit 15 Flaschen, sondern teste erst wie sie deinem Baby gefällt.

Tipp: Bauchschmerzen entstehen oft durch Luft im Bauch. Wenn du das Pulver und das Wasser in der Flasche durch Schütteln mischt, gelangen viele Luftblasen in die Milch. Rühre das Pulver besser mit einer Gabel oder einem Löffel in die Milch, so entstehen weniger Luftblasen.

3. Stillen und Flasche

Deine Milch reicht noch nicht? Du willst Stillen, aber manchmal wäre es praktisch, wenn dein Partner einfach das Baby mit der Flasche füttern könnte? Zu Hause möchtest du stillen, aber unterwegs soll es die Flasche sein? Das geht. Auch wenn nicht häufig darüber gesprochen wird, kannst du sowohl stillen und trotzdem deinem Baby manchmal die Flasche geben. Wichtig zu beachten: Manche Babys können durch die Mischung von Muttermilch und Pre Milch Bauchschmerzen bekommen. Achte also auf die Signale deines Babys. Es kann auch gut sein, dass dein Baby die Flasche bevorzugt, da es an der Flasche weniger arbeiten muss, um die Milch zu bekommen. Es ist also möglich, dass dein Baby die Brust irgendwann ablehnt. Dies ist jedoch nicht bei allen Babys der Fall.

Tipp: Wenn du nicht exklusiv stillst, wird die Konzentration an Abwehrstoffen in der Muttermilch konzentrierter. Dein Baby profitiert also auch bei einer geringen Menge an Muttermilch.

4. Pumpstillen

Dein Baby ist vielleicht zu schwach, um an der Brust zu trinken? Oder du willst direkt nach der Geburt wieder arbeiten gehen? Was machst du nun, wenn du trotzdem stillen willst? Pumpstillen ist eine Möglichkeit. Hierfür pumpst du etwas alle drei Stunden ab und gibst deinem Baby die Muttermilch in der Flasche. Alle drei Stunden abpumpen kann eine große Herausforderung sein, aber für viele Mütter ist es gerade bei Frühchen ein tolles Gefühl so etwas für ihr Baby tun zu können.

Tipp: Hole dir eine wirklich gute Pumpe. Pumpstillen ist wirklich anstrengend und das Abpumpen selbst, solltest du dir so angenehm wie möglich mache.