Krankschreibung als Mami?!

Krank sein nervt! Immer. Aber bei den meisten Jobs kann man im schlimmsten Fall eine Krankschreibung einreichen, sich dann zu Hause mit Tee ins Bett legen und schlafen, bis es wieder besser wird. Als Mama funktioniert das so leider nicht. Kinder akzeptieren keine Krankschreibungen und haben zumindest am Anfang auch sehr wenig Einfühlungsvermögen, wenn es darum geht ihre kranke Mama zu schonen. Was also tun? Wenn man selber mit einer starken Erkältung oder Magen und Darm im Bett liegt, während man ein kleines Baby hat, kann einen das in echte Not bringen. Die guten Nachrichten: Es wird deutlich besser! Wenn dein Kind in die Kita oder später in die Schule geht, hast du wenigstens einen halben Tag, um dich auf der Couch auszuruhen. Was kannst du aber bis dahin tun?

1. Hilfe akzeptieren

Du bist stark erkältet und während du mit deinem Baby auf der Couch liegst, fragst du dich mittlerweile ob dein Baby sich heute etwas kühler anfühlt oder ob du doch am Fiebern bist. Deine Mama/beste Freundin/Nachbarin willst du aber nicht um Hilfe fragen. Das geht schon irgendwie so. Ja das stimmt. Irgendwie geht es so. Aber besser geht es mit Hilfe. Frage danach und akzeptiere sie. Vielleicht geht deine Mama eine Runde mit dem Kinderwagen raus, während du zwei Stunden schlafen kannst. Deine beste Freundin kann dir eine Hühnerbrühe vorbeibringen. Oder deine Nachbarin würde dir beim Einkaufen Taschentücher und Hustenbonbons mitbringen. Manchmal ist man ganz erstaunt wie viel Hilfe einem angeboten wird, wenn man erstmal fragt.

2. Der Ersatzspieler

Das ist nun die nächste Eskalationsstufe. Vielleicht ist es nicht nur eine fiese Erkältung, die dich gepackt hat, sondern ein richtiger Magen und Darm Virus. Das Baby liegt schreiend auf dem Badezimmer Boden, während du ein Date mit der Kloschüssel hast. Ein richtiger Alptraum. Das ist nicht mehr der Punkt wo einem eine Hühnerbrühe weiter hilft. Eine nahe Vertrauensperson muss her. Das kann der Papa des Babys, deine Mama oder auch eine Freundin sein. Aber wenn du für ein paar Stunden nicht in der Lage bist, richtig auf dein Baby aufzupassen, brauchst du den Ersatzspieler. Vielleicht kann der Papa aus Kulanz vom Chef von der Arbeit nach Hause kommen oder sich über das Kind krankschreiben lassen. Ist dies nicht möglich, dann kannst du Oma, Patentante oder auch die liebe Nachbarin fragen. Natürlich sollst du dein Baby niemand Fremden geben, aber in dieser Ausnahmesituation schadet es deinem Baby nicht, wenn es vorher noch nie allein mit deiner Freundin war.

3. Hilfe von außen

Manchmal sind Krankheiten langanhaltender als eine Magen und Darm Grippe. Ein gebrochenes Bein, eine Lungenentzündung oder auch ein Bandscheibenvorfall können einen mehrere Wochen lahmlegen. Häufig lässt sich das im privaten Umfeld nicht mehr so einfach auffangen. Was also tun? Wenn du ein Kind unter 12 hast und länger schwerwiegend erkrankt bist, kannst du versuchen über deine Krankenkasse eine Haushaltshilfe zu bekommen. Dann kommt ein Familienhelfer zu euch und unterstützt sowohl bei der Haushaltsführung als auch bei allem was die Kinder betrifft. Unter bestimmten Umständen kann auch ein naher Angehöriger wie der Papa oder ein Großelternteil, die Pflege übernehmen und wird dann dafür von der Krankenkasse bezahlt.

Bonus: Die Löwenmama

Manchmal läuft es nicht rund. Es ist niemand da, der helfen kann. Deswegen muss dein Baby länger als sonst schreien, dein zwei jähriger darf so viel Fernsehen wie sonst das ganze Jahr nicht und du beneidest gerade den Papa, der wenn er krank ist, nicht zur Arbeit geht, sondern sich im Bett auskuriert? Dann ist das mal so. Dein Kinder werden davon keinen langanhaltenden Schaden tragen und auch du wirst es überleben. Fühl dich nicht schlecht, weil du nicht so wie sonst immer funktionierst. Du bist eine Löwenmama.