Niemand steht Kopf!

Im letzten Drittel der Schwangerschaft drehen sich die meisten Babys auf den Kopf und befinden sich dann in Schädellage. Damit befindet sich dein Baby in der idealen Position, um bei der Geburt gut mithelfen zu können. Wenn sich dein Baby bis zum Ende der 36ten Schwangerschaftswoche nicht gedreht hat, ist die Chance, dass es sich noch von selber dreht, verschwindend gering. Deine Ärztin wird dich dazu ausführlich beraten, aber deine Möglichkeiten sind dann eine äußere Wendung vom Arzt vornehmen zu lassen, zu versuchen natürlich zu entbinden oder einen Termin für einen Kaiserschnitt zu machen. Vielleicht ist es auch sinnvoll in ein spezialisiertes Krankenhaus zu gehen, um mehr über deine Optionen zu erfahren. Zwischen der 34ten und 37ten Woche kannst du jedoch mit Zustimmung deiner Ärztin und etwas Hilfe von deiner Hebamme, versuchen dein Baby dazu anzuregen, sich von selbst zu drehen. Wir stellen dir hier vier Möglichkeiten vor mit denen du deinem Baby bei der Drehung behilflich sein kannst. Vielen Frauen hilft es schon nicht tatenlos auf den nächsten Frauenarzt Termin warten zu müssen, sondern selbst ihr Baby unterstützen zu können.

1.Popo hoch!

Es gibt verschiedene Übungen, teilweise aus dem Yoga, bei denen dein Becken zuerst hoch gelagert wird. Die Idee dahinter ist, dass der Po deines Babys so wieder aus dem Becken rutschen kann. Wenn du dann schwungvoll aufstehst, soll dein Baby damit zu einem Purzelbaum animiert werden. Diese Übungen solltest du nur mit fachkundiger Hilfe und nicht allein machen. Manchen Frauen kann durch diese Lagerung nämlich schwindelig werden. Deine Hebamme wird dir hier weiterhelfen können.

2. Moxibustion

Moxi was? Bei der Moxibustion wird mit Hilfe der Wärme einer angezündeten Beifußzigarre ein Akupunktur Punkt am kleinen Zeh stimuliert. Dieser soll die Kindesbewegungen anregen. Dies wird dann häufig mit einer der Übungen, bei denen das Becken hoch gelagert ist, kombiniert. Auch dies ist natürlich etwas, was du nur mit einer Hebamme und nicht allein zu Hause ausprobieren solltest. Manche Hebammen nutzen auch die klassische Akupunktur, um die Kindesbewegungen anzuregen. Zwei weitere Ideen, die du auch allein zu Hause ausprobieren kannst, folgen jetzt.

3. Es werde Licht

Ab der 26ten Schwangerschaftswoche öffnet dein Baby seine Augen. Wie gut dein Baby nun schon sehen kann, ist noch nicht genau erforscht, aber es reagiert auf Licht außerhalb des Bauchs. Daher kommt die Idee, dass du dein Baby mit einer Taschenlampe zur Drehung animieren kannst. Diese führst du dann auf deinen Bauch gerichtet langsam vom Oberbauch nach unten zu deinem Becken. Ob dies funktioniert ist nicht wissenschaftlich belegt, aber es schadet deinem Baby auf keinen Fall.

4. Hörst du die Musik?

Schon ab der 23ten Schwangerschaftswoche kann dein Baby dich und deine Umwelt hören. Daher kann es auch nach der Geburt die Stimme seiner Mama erkennen. Manche Eltern spielen ihren Babys schon im Bauch eine Spieluhr vor, damit es sie nach der Geburt erkennen kann. Du kannst versuchen mit der Spieluhr oder anderen angenehmen Tönen dein Baby dazu zu bringen, sich zu drehen. Hier würdest du genau wie beim Licht die Spieluhr langsam vom Oberbauch Richtung Becken bewegen.