Schlaflos in der Schwangerschaft

Das Baby ist noch gar nicht geboren und du bist trotzdem hundemüde? Nachts wälzt du dich von einer Seite auf die andere und wenn du gerade eingeschlafen bist, wirst du von deiner vollen Blase geweckt?

Im ersten Schwangerschaftsdrittel gibt es ein großes Hormonchaos in deinem Körper. Obwohl noch kein Baby auf deine Blase drückt, musst du nachts trotzdem öfter auf Toilette und manche schwangeren Frauen werden auch von Übelkeit geweckt. Im zweiten Drittel der Schwangerschaft können viele Frauen wieder gut schlafen. Die Hormone haben sich reguliert und das Baby im Bauch ist noch so klein, dass man es sich relativ bequem im Bett machen kann. Das letzte Drittel der Schwangerschaft kommt häufig mit Schlaflosigkeit einher.  Es wird schwer im Bett eine bequeme Position zu finden, denn entweder schmerzt der Rücken, der Bauch ist im weg oder die Beine fangen an zu kribbeln. Schläft die Mama, wird das Baby wach und beginnt sich im Bauch zu bewegen. Dabei drückt das Baby auf die Blase und so darf die Mama oft mehrmals die Nacht aufstehen und zur Toilette gehen. Doch was kannst du tun, um besser schlafen zu können? Hier haben wir fünf Tipps für dich zusammengestellt.

1. Bett Routine

Eine angenehme Bett Routine kann dir beim Einschlafen helfen. Vielleicht trinkst du einen Tee oder eine warme Milch mit Honig. Du kannst auch in die Badewanne gehen oder ein Buch lesen. Wenn du jeden Abend einen ähnlichen Ablauf hast, kann dein Körper sich besser darauf einstellen, wann Schlafenszeit ist. Falls es dir abends schwer fällt runter zu kommen, kann es Sinn machen, Fernseher und Handy auszumachen, um deine Augen schon auf Ruhe einzustellen. Wenn du abends im Bett liegst und deine Gedanken kreisen, könntest du auch ein Hörbuch hören. Mach es dir möglichst angenehm und finde ein schönes Ritual für dich, um das ins Bett gehen schon so angenehm wie möglich zu machen.
 

2. Sport

Sport in der Schwangerschaft hat viele Vorteile. Einer davon ist, dass Sport hilft besser zu schlafen. Direkt vor dem Schlafen gehen, würden wir dir allerdings keinen Sport empfehlen, da der Körper etwas Zeit braucht, um runter zu fahren. Du kannst unser Fit Mum Belly Programm nutzen, schwimmen oder eine Runde zügig Spazieren gehen. Wenn du mehrmals die Woche Sport machst, kann es dir sowohl beim Ein- als auch beim Durchschlafen helfen.
 

3. Mach es dir bequem

Falls du ein Stillkissen hast, kannst du es jetzt schon nutzen. Ansonsten holst du dir alle Sofakissen, die du finden kannst. Häufig ist es angenehm im Bett ein großes Kissen zwischen die Beine zu legen. Manchen schwangeren Frauen erleichtert ein Kissen im Rücken das Schlafen. Egal wie, aber mach es dir bequem im Bett. Falls die Matratze unbequem ist, wird es jetzt vielleicht Zeit eine neue zu kaufen. Und falls die Couch dir bequemer vorkommt, verbringe ein paar Nächte dort. Hauptsache du fühlst dich wohl.
 

4. Akzeptanz

Egal was du tust, du kannst nicht schlafen? Dann ist das so. Versuche dir nicht zu viele Gedanken zu machen und im Notfall stehst du einfach nochmal auf. Hol dir ein schönes Buch oder mach dir eine Netflix Serie an. Der Gedanke „Ich muss jetzt aber schlafen!“ hat noch nie beim Einschlafen geholfen. Falls es dein Tagesablauf es zulässt, weil du vielleicht schon im Mutterschutz bist, kannst du auch einen Mittagsschlaf machen, wenn die Nacht sehr kurz war. Und mach dir keine Sorgen, dass du für die Geburt durch wenig Schlaf nicht genügend Kraft haben wirst, das regelt dein Körper schon.
 

5. Hilfe von der Hebamme

Wenn du nicht schlafen kannst und du sehr darunter leidest, rede mit deiner Hebamme. Denn deine Hebamme ist nicht nur für die Gesundheit deines Babys da, sondern auch für dich. Auch in der Schwangerschaft gibt es natürliche Hilfsmittel, um besser zu schlafen. Akupunktur kann dir zum Beispiel beim Runterfahren helfen. Oder deine Hebamme kann dich über pflanzliche und homöopathische Hilfsmittel informieren. Während der Schwangerschaft solltest du diese aber auf jeden Fall mit deiner Hebamme oder deinem Arzt absprechen, um sicher zu gehen, dass diese ungefährlich für dein Baby sind.