Stillen und Sport? Tipps und Tricks zum Thema Sport während der Stillzeit!

Stillen und Sport? Tipps und Tricks zum Thema Sport während der Stillzeit!

Gerade erst ist man in der neuen Situation angekommen: Mama sein! Jeden Tag kommen wieder unbekannte Dinge auf einen zu oder es entstehen Fragen, über die man vorher noch kein einziges Mal nachgedacht hat. Sport war vorher, für die Frauen, die dafür zu begeistern waren, eine Selbstverständlichkeit. Doch jetzt ist alles anders und man macht sich nicht nur um den eigenen Körper, sondern auch um das neue Familienmitglied Gedanken. Es ist nicht nur wichtig für einen selber wieder in „Form zu kommen“. Das Wohl des Kindes ist meistens an erster Stelle.

Um einmal Klarheit zu schaffen. Stillen und Sport sind sehr wohl gut zu vereinbaren. Es gibt viele Ammenmärchen, die behaupten, dass bei Sport die Milch sauer werden würde und nicht mehr zu gebrauchen sei oder Babys die Brust nach der sportlichen Aktivität verschmähen.

Lasst Euch nicht beirren. Mit einem gutem Timing und ein paar Dingen, die man beachten sollte, steht dem Sport nichts mehr entgegen. Ich habe Euch ein paar Tipps und Kniffe aufgeschrieben.

Für ganz wichtig erachte ich den gut sitzenden und stützenden Sport-BH. Eure Brüste werden größer sein, als sie vorher gewesen sind. Deswegen ist es wichtig diese ausreichend zu unterstützen. Nicht nur um das Bindegewebe zu schützen, sondern auch um Erschütterung zu vermindern. Denn wenn zu viele und heftige Erschütterungen auftreten, kann es durchaus vorkommen, dass die Milchmenge beeinflusst wird. Außerdem sind Reibungen, welche in diesem

empfindlichen Bereich wirklich schmerzhaft sind, durch eine gute Passform zu vermeiden. Denn mit aufgescheuerter Brust hat man garantiert keine Freude am Stillen. Ich spreche da aus Erfahrung.

Auch das Essen und Trinken ist nach dem Sport wichtig. Achtet dabei auf eine ausgewogene Ernährung. Eine nette Nebensache dazu ist, dass der Trainingseffekt noch unterstützt wird. Aber entscheidender sind die Aspekte, dass man durch das Stillen eh schon einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf und einen ebenfalls gesteigerten Energieumsatz hat. Das wird natürlich durch den Sport eher noch verstärkt. Deshalb trinkt neben der angepassten Ernährung auch immer genügend.

Wie oben bereits kurz erwähnt spielt auch das Timing eine Rolle. Nicht nur für das Kind. Denn wenn man direkt vor dem Sport stillt, ist die Brust entlastet und eventuelle Unannehmlichkeiten, wie ein Spannungsgefühl oder heftigem Auslaufen, treten wahrscheinlich weniger auf. So macht es auch gleich viel mehr Spaß.

Schließlich ist das Kind zum einen versorgt, zum anderen hat man ein größeres Zeitfenster bis zur nächsten Mahlzeit und man muss sich keine Sorgen machen, dass zu Hause, im Buggy oder der Trage die Welt untergeht. Auch der Erholung und Regeneration sollte Beachtung geschenkt werden. Grundsätzlich gilt: Stillen direkt nach dem Sport ist ohne Einschränkungen möglich, solange ihr im moderaten Anstrengungsbereich trainiert.

Das bedeutet so viel, dass ihr im Training eine Small-Talk-Runde führen könntet. Nicht unbedingt super easy, aber es ist möglich. Dann trainiert ihr im aeroben Bereich. Was das heißt? Es deutet darauf hin, dass eure Energie, welche ihr fürs Training benötigt, mit Hilfe von Sauerstoff bereit gestellt wird. So ändert sich nichts an der Milch.

Solltet ihr jedoch mal eine wirklich intensive und sehr anstrengende Trainingseinheit absolvieren, empfiehlt es sich eine Portion abgepumpte Milch als Vorrat zu haben. Denn wer in diesem Bereich trainiert hat meist die aerobe Schwelle überschritten und produziert deutlich mehr Milchsäure. Je mehr Ihr euch verausgabt, desto mehr Milchsäure wird produziert. Diese bahnt sich dann ihren Weg vom Blut über in die Muttermilch. Aber keine Angst. Die Muttermilch wird dadurch nicht „sauer“, wie man es von der Kuhmilch kennt. Sie kann eurem Kind nicht schaden. Jedoch kann eben minimal der typisch süße Geschmack von der Milch beeinflusst werden und es kann zum Ablehnen der Milch kommen. Es dauert ein bisschen (bei wirklich starker Anstrengung z.B. HIT-Training, Intervalltraining) bis die Milchsäure abgebaut wird. Man sagt, dass dies aber nach max. 60 – 90 Minuten geschehen sein sollte.

Damit man in der Muttermilch jedoch überhaupt geschmacklich eine Veränderung merkt, muss die intensive Belastung sehr lange andauern. Beispielsweise bei einem Ultramarathon.

Jetzt kann es noch passieren, dass ein Stillen direkt nach dem Sport, falls notwendig, nicht möglich ist, da Euer Baby den veränderten Geruch (durch Schweiß) nicht erkennt oder leiden kann. Aber Wasser hilft ;). Ihr bracht keine parfümierte Seife zu nehmen. Einfach die Brust mit Wasser abwaschen und dann Guten Appetit 😉 Also legt los, wenn Ihr Euch und Eurem Baby was Gutes tun wollt. Denn Sport tut nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut. Ihr werdet es vielleicht schon öfter gehört haben: Mama entspannt-Baby entspannt. Da ist einiges dran.

Und sollte Euch die Motivation fehlen zu starten, dann nutzt doch einfach ein kostenloses Probetraining bei uns. Hier trefft ihr auf qualifizierte und motivierte Trainer und ausserdem auf eine mitreißende Gruppe, die gerade genau das selbe wie du durchmacht oder vor kurzem erst durchgemacht hat.

Wir freuen uns auf Euch.

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