Übelkeit in der Schwangerschaft

Kurz nach dem positiven Schwangerschaftstest beginnen viele Frauen unter der sogenannten Morgenübelkeit zu leiden. Ein ziemlich irreführender Name, denn die Übelkeit ist selten nur auf morgens beschränkt. Die Übelkeit kann zu jeder Tageszeit auftreten und auch zum Erbrechen führen. Die meisten Frauen leiden im ersten Drittel der Schwangerschaft darunter. Meistens wird die Übelkeit zwischen der 12. und 16. Schwangerschaftswoche besser und verschwindet dann ganz. Das erklärt sich damit, dass sich die Hormone dann eingespielt haben. Denn man vermutet, dass die Übelkeit vom durch die Schwangerschaft stark schwankenden Hormonspiegels kommt. Wenn du dich mehrmals täglich übergibst, abnimmst oder auch nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel unter starker Übelkeit leidest kann auch die so genannte Hyperemesis Gravidarum (unstillbares Schwangerschaftserbrechen) dahinter stecken. Das solltest du auf jeden Fall mit deiner Hebamme und deinem Arzt besprechen. Auch Übelkeit im letzten Drittel der Schwangerschaft muss medizinisch abgeklärt werden, da es ein Hinweis auf eine Gestose sein kann. Unsere Tipps hier richten sich an die ganz normale Morgenübelkeit, unter der fast alle Schwangeren am Anfang ihrer Schwangerschaft leiden. Wenn du dir unsicher bist ob etwas für dich geeignet ist oder du Grunderkrankungen hast, sprich einfach mit deinem Arzt oder deiner Hebamme.

1. Blutzuckerspiegel

Fällt der Blutzuckerspiegel, setzt häufig auch die Übelkeit ein. Deswegen wachen manche schwangeren Frauen auch mitten in der Nacht mit starker Übelkeit auf. Häufig startet man deshalb in der Schwangerschaft auch schon mit Übelkeit in den Tag. Wie kann man dem also vorbeugen? Zum einen ist es gut den Blutzuckerspiegel gar nicht stark schwanken zu lassen. Hier kann eine ausgewogene Ernährung helfen. Süßes sollte besser direkt im Anschluss zu einer Mahlzeit als Nachtisch statt einzeln als Snack gegessen werden. Gegen Übelkeit direkt nach dem Aufstehen kann ein kleiner Snack direkt im Bett helfen. Am besten stellst du dir ein paar Kräcker oder Mandeln direkt neben das Bett und isst diese noch vor dem Aufstehen.

2. Akupunktur / Akupressur

Wenn du sehr unter der Übelkeit leidest, kannst du deine Hebamme oder deinen Frauenarzt fragen ob sie Akupunktur gegen Übelkeit anbieten. Meist sind mehrere Behandlungen nötig, aber du wirst schnell merken ob deine Übelkeit dadurch weniger wird. Falls du Angst vor Nadeln hast oder weder dein Arzt noch deine Hebamme Akupunktur anbieten, kannst du es auch mit Akupressur probieren. Am Handgelenk soll es einen Akupressur Punkt geben, der gegen die Übelkeit in der Schwangerschaft hilft. Den kann man entweder selber massieren oder man kann sich ein Akupressur Armband holen. Dies ist ein dehnbares Stoffarmband mit einer kleinen Plastikkugel, die permanent den Akupressur Punkt massiert.

3.Vitamin B6

Es ist nachgewiesen, dass Vitamin B6 gegen Schwangerschaftsübelkeit hilft. Denn das Vitamin B6 hat einen regulierenden Effekt auf die überschießende Hormonproduktion. In Absprache mit deinem Frauenarzt, kannst du Vitamin B6 als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Nach vier bis sieben Tagen sollte eine Besserung eintreten.

4. Mit Vorsicht zu genießen

Manchmal werden einem gegen Schwangerschaftsübelkeit Aromaöle oder verschiedene Tees empfohlen. Aromaöle können Plazentagängig sein, daher sollten sie in der Schwangerschaft, wenn überhaupt nur mit großer Vorsicht genutzt werden. Also auch wenn dir Zitronenöl hilft, schnupper lieber an einer echten Zitrone. Tees mit Ingwer helfen auch gegen Übelkeit. Ingwer steht aber im Verdacht Wehen auslösend zu sein. Daher bleib lieber auf der sicheren Seite und Verzichte darauf. Im Zweifelsfall frage lieber deinen Arzt oder deine Hebamme bevor du ein Hausmittel ausprobierst.