Verboten in der Schwangerschaft

Bloß keine Salami! Du hast Katzen? Besser weggeben.. Sport? Etwas anstrengenderes als leichte Spaziergänge, könnte doch bestimmt gefährlich werden. Sobald du schwanger bist, wirst du viele Ratschläge bekommen. Häufig ganz ungefragt. Doch was stimmt und was sind nur Ammenmärchen? Zum einen würden wir dir raten bei Ratschlägen dich kurz zu fragen, wer dir gerade versucht zu helfen. Hinweise von deinem Arzt oder deiner Hebamme, solltest du auf jeden Fall ernst nehmen. Sie kennen deine gesundheitliche Vorgeschichte und sind wissenschaftlich auf dem neuesten Stand. Das heißt aber nicht, dass jeder Tipp deiner Schwiegermutter schlecht ist. Wir geben dir hier einen kurzen Überblick zu häufigen Nachfragen, die uns erreichen.

1.Rohes / halbgares Fleisch

Salami, Mettbrötchen oder geräucherter Parmaschinken. Auch wenn dir jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft, solltest du darauf in der Schwangerschaft verzichten. Bei rohem oder halbgarem Fleisch besteht ein erhöhtes Risiko sich an Listeriose oder Toxoplasmose anzustecken. Beides sollte in der Schwangerschaft auf jeden Fall vermieden werden. Wir haben aber einen Trick für dich: Salami Pizza oder Pizza mit Parmaschinken geht. Ist die Pizza im Ofen wird es so heiß, dass diese Bakterien nicht überleben.

2. Katzen und Gartenarbeit

Was haben Katzen mit Gartenarbeit zu tun? Beide sind ein Risikofaktor für Toxoplasmose, eine Erkrankung, die in der Schwangerschaft auf jeden Fall vermieden werden sollte. Bei Katzen kannst du dich theoretisch über den Kot anstecken. Einfache Lösung: der werdende Papa, darf jetzt für 9 Monate, dass Katzenklo reinigen und kann gleich schon für die Windeln üben. Ist das nicht möglich, lass dich am besten beim Frauenarzt testen, ob du dich schon vor der Schwangerschaft einmal mit Toxoplasmose angesteckt hast, in dem Fall, kannst du (oder musst du leider weiter) das Katzenklo reinigen. Falls du noch nicht erkrankt warst, wasche deine Hände gründlich, nach dem du das Katzenklo gereinigt hast. Das gleiche gilt auch für Gartenarbeit. Wenn du deine Hände in der Erde hattest, wasche sie danach gründlich.

3. Sport in der Schwangerschaft

Darfst du in der Schwangerschaft uneingeschränkt Sport machen? Du bist vielleicht erstaunt, dass hier bei uns zu lesen, aber wir sagen: Nein! Boxen, Free Climbing, Military Reiten oder einen Ironman empfehlen wir dir definitiv nicht. Das hat dir aber wahrscheinlich schon dein gesunder Menschenverstand gesagt. Absolute sportliche Höchstleistungen oder Sportarten mit einem hohen Sturz- und Verletzungsrisiko solltest du zum Schutz deines Babys vermeiden. Also nur noch auf der Couch liegen? Nein! In einer normal verlaufenden Schwangerschaft darfst du bis zum Endbindungstermin Sport machen. Wir empfehlen dir dein Training auf die Schwangerschaft anzupassen. Dafür kannst du unser Fit Mum Baby Belly Programm nutzen.

4. Alkohol

Hier kommt ein definitives Nein. Ja es gibt Studien, die dir ein Glas Wein die Woche erlauben. Aber Alkohol ist ein Nervengift, dass durch dein Blut durch die Adern deines Babys fließt. Verzichte für 9 Monate und mache dir lieber einen alkoholfreien Cocktail oder trink den alkoholfreien Sekt. Wenn deine Schwiegermutter die Bratensoße mit einem Schuss Rotwein verfeinert hat, kannst du, wenn die Soße lang genug gekocht wurde, trotzdem auf deinen Teller nehmen. Dann ist der Alkohol nämlich verkocht. Hast du noch vor dem positiven Schwangerschaftstest einen Cocktail Abend mit deinen Freundinnen gemacht und machst dir jetzt Sorgen? Du kannst durchatmen, in den ersten 14 Tagen der Schwangerschaft verfährt dein Körper nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip. Entweder nistet sich eine gesunde Eizelle ein oder es kommt zu keiner Schwangerschaft. Erst dann wird der Embryo über deinen Blutkreislauf versorgt.

5. Salat

Wie bitte? Salat? Das ist doch gesund! Und jetzt sollst du darauf in der Schwangerschaft verzichten? Ganz so schlimm, ist es nicht. Aber etwas Wahres ist an der Warnung dran. Ungewaschener Salat kann zu einer Lebensmittelinfektion führen. Daher wird bei Salat in der Schwangerschaft zu Vorsicht geraten. Machst du dir selbst den Salat achte darauf, dass er gut gewaschen ist, gerade wenn du fertig geschnittene Salatblätter nutzt. Diese Salatblätter bieten den Bakterien nämlich besonders lange eine große Angriffsfläche. Im Restaurant bitte einfach darum, dass deine Salatblätter besonders gut gewaschen werden sollen.